Noch bis zum 19. September zeigt die Berliner Brotfabrik im Rahmen des ersten Medien- und Kunstfestivals Somnambule einen Klassiker des Stummfilms und seine Rezeption bis heute. Im Mittelpunkt steht das expressionistische Meisterwerk Das Cabinet des Dr. Caligari von 1920, in dem der titelgebende Bösewicht Schalfwandler/innen – Somnambule – für seine gemeinen Taten benutzt. Als das Kino Delphi am heutigen Caligariplatz in Berlin Weißensee 1929 eröffnete, ging die Stummfilmära bereits ihrem Ende entgegen. Vor acht Jahren setzten sich die Betreiber/innen des nahegelegenen Kunst- und Kulturzentrums Brotfabrik für die Umbenennung des Platzes ein, um an die letzte Blütezeit des Stummfilms in Berlin zu erinnern.
In dem zehntägigen Festival dreht sich nun alles um den kulturell enorm einflussreichen Film des deutschen Regisseurs Robert Wiene. Es werden Filme aus mehreren Jahrzehnten gezeigt, die von auf verschiedenste Weise in Idee, Handlung oder / und Ästhetik von Caligari beeinflußt wurden, es gibt neue Livevertonungen und Theaterstücke. Das genaue Programm ist hier zu finden. Zudem gibt es bei Reboot.fm Sondersendungen zum Festival.

Filmposter aus den USA von 1921
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