Das österreichische “Journal für Musik” Skug feiert seinen 20. Geburtstag. 1990 vom Tiroler Rupert Heim als Abspaltung des Fanzines Chelsea Chronicle ins Leben gerufen, erscheint es seitdem vierteljährlich in Wien. Es versteht sich als Alternative zu Musik-Blättern, die unkritische und öberflächliche Fanberichterstattung betreiben. Fachbegriffe und Insiderwissen sind ausdrücklich erlaubt – das Blatt setzt auf einen diskursiven Schreibstil und will Themen analytisch beleuchten und Zusammenhänge im Hintergrund schildern. Es wendet sich nach eigener Aussage an Leute mit einem besonderen “Interesse an avancierter Kultur” (Herausgeber Alfred Pranzl im Interview, s. u.).
Schwerpunkt liegt, wie der Untertitel verrät, zwar auf Musik, aber alles, was ins Skug-Universum passt und irgendwas mit Popkultur zu tun hat, wird abgedeckt: Es gibt den Literaturteil Readable, bei Thinkable geht es um Poptheorie, Popdiskurs und Philosophie und es gibt im Kulturteil auch eine Filmrubrik. Häufig sind jedoch auch hier die Bezüge zur Musik zu finden, wie z. B. in der aktuellen Ausgabe, wo das Buch Sonic Warfare von Steve Goodman alias Kode9 besprochen wird. Auch bei Musik geht es nicht um bestimmte Genres oder nur um schrullige kleine Bands – auch Mainstreamkünstler/innen werden besprochen, wenn das, was sie machen gut und interessant ist.
Neben einer Redaktion gehören diverse zum Teil bekanntere Autor/innen zum Blatt. Leider findet sich hier auch wie so oft im Musikbereich im festen Stamm keine einzige Frau. Skug hat aktuell eine Printauflage von 10.000 Stück, von der 80 % in Österreich und 15 % in Deutschland verkauft werden. Ca 500 davon ist eine CD beigefügt. Zudem gibt es auch ein Online-Angebot u.a. mit tagesaktuellen Themen. Herausgeber, Medieninhaber und Verleger ist der Verein zur Förderung von Subkultur, der auch in geringen Maß öffentliche Fördermittel bekommt.
Livetermin
20 Jahre Skug Revue am 6.12.2010 im Porgy & Bess Wien, Riemergasse 11, Tel. +43 1 512 88 11 E-Mail porgy@porgy.at
Programm hier
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Onlinepräsenz des Skug
Interview mit dem Herausgeber Alfred Pranzl beim Medienjournal
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Ja, aber wieder typisch zwei gegen *sehr* deutlich mehr Männer (zehn, mehr?), und keine, die über Musik schreibt. Klassiker, leider.
Eine der Stärken von SKUG ist die Website. Ein Magazin, das nur 4 x jährlich erscheit hat natürlich ein Aktualitätsmanko. SKUG löst das auf vorblidliche Weise; die Website ist nicht Extrakt des gazins, sonder hat sein Eigenleben.
Erwähnenswert- richtiger : wichtig – :SKUG ist ein Luxusfanzine, weil kein einzige/r Beteiligt/e erhält irgendwas. Sebstverständlich gibt es auch Frauen im SKUG : Magdalena Blaszczuk als Fotochefin, Barbara Wakolbinger “Readable”: