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Der im Londoner Stadtteil Brixton lebende DJ Hiatus aka Cyrus Shahrad hat zum 30. Jahrestag der Brixton Riots am 11. April gemeinsam mit Altmeister Linton Kwesi Johnson eine Reminiszenz an die gewalttätigen Unruhen im Thatcher-England Anfang der 80er aufgenommen. Zu den schweren elektronischen Sounds des DJs, die an den Dub von Dennis Bovells Backing Band erinnern, spricht Johnson, von dem man in den letzten Jahren kaum noch etwas hörte, der aber wie kein anderer den Geist der damaligen Zeit verkörpert, in sparsamen Worten von dem durch Arbeitslosigkeit, Rassismus und Polizeiwillkür erzeugten Tag der Gewalt gegen “Babylon”, der der Beginn mehrerer Aufstände in britischen Großstädten war.
Hiatus selbst sieht sich in der Tradition dieser Proteste. Auch heute hätte das Land wieder eine konservative Regierung, die die Gefahren des Racial Profiling nicht wahrhaben wolle. “Wir erleben eine Finanzkrise und Massenarbeitslosigkeit. Bibliotheken werden geschlossen und Wälder verkauft, behinderte Demonstranten werden aus ihren Rollstühlen gezerrt, wenn sie versuchen, ihre Befürchtungen auf Londons Straßen zu tragen. Wenn es je eine Zeit gab, über Großbritanniens größte Äußerung von Bürgerwut in den letzten Jahrhunderten nachzudenken, dann jetzt,” sagt er (Quelle).
Der Song stammt von seinem im letzten Jahr erschienenen Album Ghost Notes, das man sich auf seinem YouTube Kanal anhören kann. Das Video hat Hiatus aus Footage der Ereignisse zusammengeschnitten.
Webseite
Hiatus auf Soundcloud
Doku über die Brixton Riots vom 11. April 1981
Babylon (GB 1980)
Linton Kwesi Johnson
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