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	<description>Seiten zur Popkultur</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Sep 2010 18:06:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Angelique Kidjo&#8217;s &#8220;Oyo&#8221;: Erinnerungen an eine afrikanische Kindheit</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 16:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Angelique Kidjo]]></category>
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		<description><![CDATA[Angelique Kidjo gehört neben ihrem Vorbild Miriam Makeba zu den bekanntesten afrikanischen Musikerinnen. Wie bei den meisten Weltstars des Kontinents begann ihre Karriere im Westen: Nachdem sie aus ihrer Heimat Benin aus politischen Gründen fliehen musste, lebte sie zunächst in Paris. Dort lernte sie auch ihren Ehemann und musikalischen Partner Jean Hebrail kennen. Hier nahm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angelique Kidjo gehört neben ihrem Vorbild Miriam Makeba zu den bekanntesten afrikanischen Musikerinnen. Wie bei den meisten Weltstars des Kontinents begann ihre Karriere im Westen: Nachdem sie aus ihrer Heimat Benin aus politischen Gründen fliehen musste, lebte sie zunächst in Paris. Dort lernte sie auch ihren Ehemann und musikalischen Partner Jean Hebrail kennen. Hier nahm sie 1990 ihr zweites – und als erstes auch außerhalb Benins verfügbares &#8211; Album auf, dem bisher neun weitere folgten. </p>
<div id="attachment_9466" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-31.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (31)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9466" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p>Kidjos Markenzeichen sind neben der Verbindung von afrikanischer mit westlicher Musik eine dynamische kraftvolle Persönlichkeit, die am Besten in ihrer Bühnenshow zur Geltung kommt, die auf afrikanischen Tanztraditionen beruht. Gestärkt durch ein freigeistiges Elternhaus, dass sie von Anfang an auch als Mädchen in der Entfaltung ihrer Interessen anregte, setzt sie sich heute besonders für afrikanische Frauen und Mädchen ein. Diese sieht sie als weitgehend übersehene und ungenutzte Quelle, aus der sich vor allem auch das ökonomische Wachstum des Kontinents speisen könnte. So ist das schnell aufgenommene aktuelle Album Oye vielleicht nicht ihr musikalisches Meisterwerk, aber persönlich äußerst wichtig für sie: Es ist eine Hommage an ihren verstorbenen Vater, der ihr nicht nur die Liebe zur Musik geweckt hat, sondern ihr auch die Kraft für ein Leben im Exil und eine große Karriere gegeben hat.</p>
<p><strong>Würden Sie Afrika immer noch als „zu Hause“ beschreiben, nachdem sie lange Jahre woanders gelebt haben, zuerst in Paris und jetzt in New York?</strong><br />
Absolut! Überall in Afrika, wo ich hinkomme, fühle ich mich wohl. Ich war Anfang Dezember in Südafrika. Ich fand es so schön und war die ganze Zeit in der Sonne! Man sagte mir, ich werde mich verbrennen, und ich meinte: Nein! Es ist zwar heiß, aber es gibt auch Wind. Und ich muss bald wieder in die Kälte, da brauche ich ein bisschen Hitze. Afrika ist immer noch mein Kontinent.</p>
<p><strong>Wegen des Klimas oder auch wegen der Menschen?</strong><br />
Besonders wegen der Menschen. Die Straße entlangzulaufen und die Menschen kommen an und sagen: Wir finden toll, was du machst, und wir wünschen dir viel Glück, du bist toll – das ist mir mehr Wert als Geld. Es ist etwas Besonderes für eine Künstlerin, wirklich Millionen von Menschen zu haben, die sich um einen kümmern, für einen beten. Ich habe den ganzen Kontinent. Das weiß ich zu schätzen. </p>
<div id="attachment_9467" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-6.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (6)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9467" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Im Pressetext zu dem neuen Album steht, dass Sie mit diesem Album zu ihren Wurzeln zurückkehren. Waren sie denn nicht ihre gesamte musikalische Karriere über mit ihren Wurzeln verbunden?</strong><br />
Auf dem Album gehe ich nicht zu meinen Wurzeln zurück, sondern in meine Kindheit. Der Grund dafür ist, dass ich im letzten Jahr meinen Bruder verloren habe, und zehn Tage später meinen Vater. Und mein Vater war derjenige, der mich und meine Geschwister mit der Musik bekannt gemacht hat, die auf diesem Album zu hören ist. Er hat mir „Petite Fleur“ vorgesungen, und sagte ganz einfach: Wenn ihr Musik hört, euch für Kunst und Sport interessiert, lernt ihr auch besser in der Schule. Und die Schule wird auch nicht zur Last, weil ihr auch noch andere Sachen habt. Und dieses Album erinnert mich daran, wie wichtig es für mich war, in diesem Haus geboren worden zu sein. </p>
<p>Musik war immer mein Rückzugsort, mein Rückgrat, und sie hat mich von Problemen ferngehalten, von Teenagerdummheiten. Anstatt draußen rumzuhängen und Palmwein zu trinken und zu kiffen wollte ich immer nur Musik hören. Jetzt musste ich mit dem Fakt abschließen, das mein Vater gegangen ist, und das für immer. Das habe ich auch über Musik geschafft, und indem ich diese Musik mit der Erinnerung an ihn verknüpft habe. Er hat die Musik immer selber gekauft oder meinem Bruder das Geld gegeben, um das Vinyl nach Hause zu bringen. Es war immer wie ein Weihnachtsgeschenk, wenn man die Platte aus der Hülle genommen hat, sie aufgelegt hat und anfing zu lauschen. Es war wie: Wow – deine Welt verändert sich&#8230;</p>
<p><strong>Ihre Mutter war ja auch künstlerisch aktiv. Sie hatte ein Theater. Welchen Einfluss hatte sie  auf Ihre Entwicklung?</strong><br />
Meine Mutter hat meine Stimme beeinflusst. Sie hat mir beigebracht, wie man stehen muss, um richtig zu atmen, wie man auf einer Theaterbühne spricht, und wie man singt. Jedesmal wenn ich eine neues Lied gelernt habe, hat sie mich genau angeschaut, dass ich ja nicht krumm dastehe. Sie sagte: So kann man nicht singen! Steh gerade und öffne dich! Mein Vater hat mir auf seinem Banjo die Akkorde gezeigt. Mein Bruder kam danach, als er anfing, Gitarre und Klavier zu spielen. Ich habe dann angefangen, mit ihm Lieder zu schreiben. So war das etwa in dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin: Ich bin zur Schule gegangen, kam dann zurück, machte meine Hausaufgaben, hörte Musik. Morgens nach dem Aufstehen ging ich zum Strand, wo mir mein Bruder Selbstverteidigung über Karate beibrachte. Im Sommer, wenn Ferien waren, habe ich schwimmen geübt. Ich hatte ein Leben, wo ich nie gelangweilt war, weil ich rund um die Uhr etwas tat – Fussballspielen mit meinem Bruder, auf Bäume klettern und sobald ich mich hinsetzte, gab es Musik.</p>
<div id="attachment_9469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-22.jpg" rel="shadowbox[post-2751];player=img;" title="angelique kidjo (22)"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-22.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (22)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9469" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Mit welcher Musik sind Sie denn groß geworden? Viele Leute im Westen glauben ja immer noch, dass es in Afrika bis vor Kurzem nur Buschtrommeln gab. </strong><br />
Die erste Musik, die ich gehört und gesungen habe waren traditionelle Lieder aus dem Süden des Benins, wo ich herkomme. Mein Vater war immer sehr eklektisch und sehr frei. Er brachte Musik aus allen Ecken der Welt an. Da gab es englische Musik, und europäische Musik allgemein, US-amerikanische Musik, lateinamerikanische Musik – Salsa war sehr populär im Benin -, Musik aus Zaire, Musik aus Kamerun, der Elfenbeinküste und Ghana. Ich wuchs also mit Aretha Franklin, James Brown, Carlos Santana, Jimmy Hendrix, Otis Redding, Percy Sledge, The Rolling Stones, The  Beatles – auf  &#8211; allem&#8230;</p>
<p><strong>Indische Musik hat man doch bei Ihnen auch gehört, über die Filme. Wie stark war der Einfluss von Bollywood-Musik?</strong><br />
Es gibt viele Inder in Afrika. Und wenn wir ins Kino wollten, war es das einzige, was wir uns leisten konnten. Sie waren billig und wir hatten nicht genug Geld, um für den europäischen Markt interessant zu sein, für die Lizenzen. Das gleiche galt für US- und lateinamerikanische Filme. Also waren es zuerst die Inder, die uns ihre Bollywood-Filme brachten, und dann, während des kommunistischen Regimes, kamen die chinesischen Kung Fu- und Karatefilme. </p>
<p>Über Monate gab es den selben Film zu sehen, und wir sind jeden Samstag reingegangen. Ich habe diesen einen Film [aus dem sie jetzt den Song  "Dil Main Chuppa Ke Pyar Ka" geovert hat] mindestens 20  Mal gesehen. Von Anfang habe ich immer alles getan, um meinen Vater da mitzuschleifen. Nach dem zehnten Mal meinte er dann: Ich halte deinen Film nicht mehr aus! Hier hast du das Geld geh hin. Ich kenne das Ende, den Anfang und die Mitte – ich geh da nicht mehr rein. Und ich konnte nicht genug von dem Film kriegen! Und der Titelsong hat mich verfolgt. Als ich ihn jetzt gesungen habe, tat er das nicht mehr. Aber manchmal war dieser Song beim Einschlafen in meinem Kopf und ich wollte ihn da unbedingt wegbekommen. </p>
<p><strong>Aber Sie mögen ihn immer noch?</strong><br />
Ja, und es war sehr schwer für mich, ihn zu finden. Alle meine indischen Freunde sagten: Wir wissen nicht, wovon du redest. Ich konnte mich nicht an den ganzen Song erinnern, also konnte ich ihn nicht vorsingen. Mein Bruder arbeitet für eine Flugzeuglinie, die Indien oft anfliegt. Er schlug mir vor eine mp3 mit dem, woran ich mich erinnere aufzunehmen. Das hat er mit nach Indien genommen und in dem Büro, wo er arbeitete vorgespielt. Die indischen Angestellten sind verrückt geworden. Sie sagten: Wir kennen es, aber wissen nicht mehr genau woher. Bis dann einer seiner Kollegen ankam und meint: Ich kenne den Song, und ich habe ihn. Er hat ihn mir dann per E-Mail geschickt und ich machte nur: (kreischt).  Du dummer Song wirst jetzt endlich aus meinem System rausgehen! (lacht.) Ich habe ihn gesungen und ich konnte Afrika hören, was wir zu dieser Zeit gemacht haben. Ich habe beides miteinander verbunden.  </p>
<div id="attachment_9471" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-13.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (13)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9471" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Das neue Album haben Sie in einem sehr kurzen Zeitraum, in nur vier Tagen, aufgenommen. Wie lief das ab?</strong><br />
Wir haben bei mir zu Hause begonnen, da habe ich ein Heimstudio. Wir haben Stimme und Percussion oder Stimme und Gitarre aufgenommen. Punkt. Die Anfänge aller Songs, die ich in meinem Leben geschrieben habe, waren ganz einfach. Keine Arrangements, kaum Harmonien. Nur die Inspiration, wie sie kommt. Peng. Danach arbeite ich damit. Ich bat zunächst den beninischen Gitarristen Lionel Loueke dazu. Er meinte erst: Was soll ich dazu noch spielen? Das ist doch so schon schön! Ich sagte nur: Bitte spiel, geht das? Er: Ok, ich werds versuchen.  Als wir damit durch waren, dachten wir: Wir werden das nie richtig aufnehmen, weil die Plattenfirma nicht versteht, was ich will. Aber dann habe ich gesagt, das ist mir doch egal, dann mache ich es mit meinem eigenen Geld, egal ob ich da was verliere, ich mache es trotzdem. </p>
<p>Also haben ich und mein Mann befreundete Musiker angerufen und ein Casting gemacht. Wir haben ihnen die Musik zugeschickt und gesagt: In vier  Tagen nehmen wir auf. Wir  waren dann im Studio und haben gesagt: Los! Ihr kennt das Lied ein bisschen, wir liessen es vom Band laufen und dann haben wir angefangen zu spielen. Ein paar Tempowechsel, Wechsel in der Atmosphäre, dann haben wir gesungen und gejammt, um ein Ende zu finden (macht die chaotische Stimmung nach). Auf die Art haben wir 16 Songs in vier Tagen aufgenommen!</p>
<p><strong>Das war sicher ein Unterschied zu Ihrer letzten Plattenaufnahme, die Tony Visconti produziert hat.</strong><br />
Tony war die reine Freude! Ich wünschte, alle Produzenten, mit denen ich im Leben gearbeitet habe wären wie Tony gewesen. Ich hatte bei den Aufnahmen befürchtet, dass die traditionellen Percussionisten, die ich aus dem Benin geholt hatte, sich nicht wohl fühlen würden. Ich habe mit ihm darüber geredet. Er hat sicher gestellt, dass sie im Mittelpunkt der Aufnahmen stehen. Er hat die ganze Zeit mit ihnen geredet und sie haben ihn geliebt. Jedes mal, wenn ich sie sehe fragen sie: Wie geht’s Tony? </p>
<p>Das Problem war, dass traditionelle Musiker nicht auf Abruf spielen. Sie nehmen nicht in einem Studio auf. Das ist etwas ganz anderes. Ich erinnere mich, als ich selbst das erste mal einen Fuß in ein Studio gesetzt habe – ich habe es gehasst! Ich habe geweint: Was soll ich hier? Gegen eine Wand singen? Hier ist kein Publikum! Und glücklicher Weise gewartet bis ich die Gangbé Brass Band getroffen habe [um solche Aufnahmen zu machen]. Die haben schon ein paar Alben eingespielt und somit die Studioerfahrung. Aber sie hatten noch nie mit mir gearbeitet und waren nervös, weil sie mich eventuell enttäuschen könnten. Ich habe zu ihnen gesagt: Ihr werdet mich nicht enttäuschen. Wir haben die selbe Kultur, aus der wir kommen. Ihr werdet im Mittelpunkt der Aufnahme stehen, und alle werden mit euch spielen. Und Tony hat das geschafft. </p>
<p><strong>Er hat ja ein bisschen Erfahrung damit. In den frühen 70ern hat er ja mit Osibisa gearbeitet, da waren auch afrikanische Percussionisten dabei. Das ist aber schon eine Weile her.</strong><br />
Ja, das hat er auch gesagt, dass er so eine Aufnahme seit Jahren nicht gemacht hat. Heute macht das niemand mehr. Es gibt ProTools und die Leute wollen es bequem haben. Allerdings weiß ich nicht, wie ProTools funktioniert, ich meine nur (lacht). </p>
<div id="attachment_9474" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-39.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (39)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9474" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Sie haben auf dem neuen Album mit verschiedenen Gastmusiker gearbeitet, die Leute von Antibalas und Roy Hargove z. B. Wie haben sie die gefunden?</strong><br />
Sie sind Freunde. Sie freuen sich immer, wenn ich ein neues Projekt mache und wollen wissen, was es ist. Weil ich ihnen die Freiheit gebe, sich auszudrücken. Wenn sie dabei sein können, sind sie da, und wenn nicht, bin ich nicht sauer. </p>
<p><strong>Sie gehören zur musikalischen Communty von New York.</strong><br />
Absolut. Ich kenne so viele tolle Musiker. Wir respektieren uns gegenseitig. Ich wende mich an sie, und manchmal muss ich das nicht Mal, sondern sie kommen von alleine und fragen: kannst du das und das machen. </p>
<p><strong>Und bewegen Sie sich da in einer bestimmten Szene, einer Jazzszene?</strong><br />
Mir ist das egal – es ist einfach Musik. Man kommt und spielt. Es macht den Song schön. Man kann aus dem Rock&#8217;n'Roll kommen, Hardrock oder Punk, oder Grunge – du bist dabei. Dabei bei was Großem! (lacht)</p>
<p><strong>Spielt der Ort an, dem Sie schreiben und aufnehmen eine Rolle für ihre Musik?</strong><br />
Wahrscheinlich. Weil ich von unterschiedlichen Klängen umgeben bin, auch wenn man sich dessen nicht unbedingt bewusst ist. Ich lebe ja in meiner Zeit und an einem bestimmten Ort, und nicht innerhalb meines Körpers irgendwo anders. Auch bei den Aufnahmen ist das so. Die Musik die ich da höre geht irgendwie in mich rein und man wird sie irgendwo hören. </p>
<p><strong>Und wie wohl fühlen Sie sich mit all den verschiedenen Kulturen, denen Sie begegnen? Sogar zu Hause mussten Sie sich ja schon mit der französischen Kolonialkultur beschäftigen, Französisch lernen&#8230;</strong><br />
Ich lernte Französisch im Benin, englisch, Deutsch, Griechisch und Latein, weil ich auf ein altsprachliches Gymnasium gegangen bin. Wir hatten damals sehr gute Lehrer, nicht wie heute, wo schwer ist gute Lehrer in Afrika zu finden sind. Ich glaube, wie ich groß geworden bin, hat mir geholfen, mich überall auf der Welt wohlzufühlen. Unsere Eltern haben uns nie erzählt, das wir nur nach Afrika gehören. Sie haben gesagt: Du bist ein Mensch, die kannst hingehen wo du willst und machen was du willst. Du wirst immer mit anderen Menschen zu tun haben. Nichts anderes.</p>
<p><strong>Ist das eine übliche Einstellung oder war das eine Ausnahme?</strong><br />
Als Kind dachte ich, das wäre normal. Ist es aber nicht. Ich habe es nicht verstanden, wieso meine Freunde vorbeikamen und stundenlang mit meinen Eltern diskutiert haben. Was wollten die von meinen Eltern? Aber meine Eltern haben unser Haus zu einer offenen Zone für Diskussionen erklärt, in denen es keine Tabus gibt. Die meisten Kinder in Afrika dürfen nicht reden. Sie sagen nicht, was und wie sie etwas wollen. Bei uns gab es beim Mittag oder zum Abendbrot manchmal richtig heftige Diskussionen. Ich habe einen Bruder, der gegen alles ist. Die Diskussion wurde dann immer länger und heftiger. Meine Freunde bekamen von meinen Eltern die Ratschläge, nach denen sie fragten. Das war damals überhaupt nicht üblich in Afrika. </p>
<p>Bis heute werden sie von einigen neidischen oder bösartigen Leuten „Weiße“ genannt. Das soll bedeuten, sie sind Afrikaner, leben in Afrika, benehmen sich aber wie Weiße. Mein Vater sagte immer, was ist weiß daran, dass ich logisch denke. Logik hat keine Hautfarbe. Intelligenz hat keine Hautfarbe. Und wenn ich meine Kinder erziehe und ihnen die Fähigkeit vermitteln möchte, die Welt zu verstehen, in der sie groß werden, was ist daran weiß? Er hat sich einfach geweigert, das einzusehen. </p>
<div id="attachment_9482" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-29.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (29)" width="600" height="399" class="size-full wp-image-9482" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Das war einerseits gut für Sie, aber durch so ein freies Denken kommt man schnell auch in Konflikte mit diktatorischen Regierungen. Sie mussten ja auch irgendwann das Land verlassen, nachdem Sie bereits eine Karriere als Musikerin im Benin begonnen hatten.</strong><br />
Wegen des kommunistischen Regimes. Das war keine leichte Entscheidung, weder für mich noch für meinen Vater. Aber es wurde gefährlich für mich. Ich musste entweder raus oder ins Gefängnis. Ich wollte nicht ins Gefängnis, und meine Vater wollte auch nicht, dass ich mein Leben im Gefängnis verbringe. Mein Vater stand auch unter Beobachtung, ebenso wie ich, weil ich mich weigerte, Loblieder auf das kommunistische Regime zu schreiben, wie es die anderen Künstler taten. </p>
<p>Zwei Jahre hatte ich eine gute Ausrede, weil ich auf Tour war, von einem Ort zum andern gezogen bin bis es mich einholte. Ich habe gesagt, das mache ich nicht nochmal mit und mein Vater sah die Gefahr und sagte: Du musst gehen. Und das war auch der richtige Moment, weil man da kein Visum brauchte, um nach Frankreich einzureisen. Es gab einen Flug nach Frankreich, an jedem Wochenende kurz vor Mitternacht. Da habe ich mich mit meinem Flugzeugticket reingeschmuggelt. </p>
<p><strong>Wie alt waren Sie damals?</strong><br />
22, 23. Ich war dann einfach weg.</p>
<p><strong>In den 70ern und 80ern gab es ja in Westafrika einige solcher Regime. Das hat Hugh Masekela in seiner Autobiografie gut beschrieben.</strong><br />
Es war furchtbar in Westafrika! Aber Hugh Masekela und Miriam Makeba mussten ja wegen der Apartheid aus Südafrika raus.</p>
<p><strong>Er war lange in den USA, aber auch zeitweilig in Westafrika. In Guinea zum Beispiel. </strong><br />
Hi, hi. Weil da Miriam Makeba war. Da ging jeder hin. Ihr war ja die Rückreise in die USA verweigert worden, weil sie Stokeley Carmichael geheiratet hat. Da haben ihr alle Pässe angeboten, der Präsident von Tansania, der Präsident von Ghana und der von Guinea. </p>
<p><strong>Es ist immer sehr interessant, was man von Musikern alles erfährt. Ich wusste bis dato recht wenig über diese Zeit in Westafrika.</strong><br />
Das will man auch nicht wissen. Es war nicht schön. </p>
<div id="attachment_9478" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/angelique-kidjo-40.jpg" alt="angelique kidjo" title="angelique kidjo (40)" width="600" height="450" class="size-full wp-image-9478" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Was hat sich seitdem in Benin geändert? </strong><br />
Eine Sache, mit der wir gesegnet waren, war die Nationalkonferenz. Da haben die Leute gesagt, wir haben die Nase voll von diesem Unfug. Wir wollen kein kommunistisches Regime mehr. Das Konferenzzentrum war von Militär belagert. Da haben sie gesagt: Entweder ihr tötet uns alle oder ihr geht weg. Das war 1989. Die haben auch vom Fleck weg einen neuen Präsidenten ausgewählt. Das war ein ehemaliger Wirtschaftswissenschaftler der Weltbank. Der war gerade im Benin im Urlaub. Er hatte keine Pläne, Präsident zu werden. Aber sie sagten: Du musst. Der Erzbischof De Souza war da, was sehr hilfreich war. </p>
<p>Es gab eine Fraktion im beninischen Militär, die bereit war, alle zu töten, um an der Macht zu bleiben. Aber da hat der Präsident Nein gesagt. Er sagte: Ich gebe euch das Land zurück, so lange ich nicht vor Gericht gestellt werde und mein Haus behalten kann. Und das Volk sagte: Wenn das alles ist, geh. So sind wir von einer Diktatur zur Demokratie geworden und das Erste, was wir machten, war die Verfassung so neu zu schreiben, das  dass sie wieder dem Gesetz entsprach. [Der Präsident] bleibt für fünf Jahre, und dann ist wieder Wahl. So ist das bis heute. Und plötzlich gab es auch  all die Zeitungen, die es bisher nur im Untergrund gab. Jetzt haben wir Redefreiheit in Benin, Dank 1989. </p>
<p><strong>Also ist es für Sie kein Problem mehr, dahin zu reisen?</strong><br />
Ich fahre in zehn Tagen wieder hin. </p>
<p><strong>Sie haben diese Stiftung für Mädchenbildung gegründet, Batonga. Was heißt das?</strong><br />
Batonga ist ein Wort, das ich mir ausgedacht habe. Es heißt: Lass mich zufrieden. Ich kann sein, wer immer ich sein will. Wenn man ein Mädchen ist, das auf eine weiterführende Schule geht, dann wird man von den Jungs unter Druck gesetzt, da abzugehen. Aber wir brauchen gut gebildete Frauen in Afrika, um eine wirkliche Wende herbeizuführen. Wir brauchen Wirtschaftswachstum. Das bekommen wir nie, wenn wir nur auf gebildete Männer setzen. Wir müssen die Kindersterblichkeit drastisch reduzieren. Wir müssen die HIV / AIDS-Epidemie in Griff bekommen, ebenso Malaria. Um diesen Wechsel zu vollziehen, brauchen wir die gut ausgebildeten Frauen. </p>
<p><strong>Würden Sie das als eine feministische Herangehensweise beschreiben oder ist das ein westliches Konzept für Sie?</strong><br />
Ich bin Feministin, seit ich acht bin. Ohne es zu wissen. Meine Mutter nahm mich zum Frauentreffen mit. Seit damals, seit den 60ern, erbitten sie sich mehr Respekt und mehr Rechte. Das ist nicht feministisch. Wenn die Männer das Richtige machen, reden wir auch nicht über Feminismus. Wenn Männer anerkennen, dass wir ihre Partner im Leben sind, in der Wirtschaft und der Ökonomie, dann reden wir nicht von Feminismus. Man kann mich gern feministisch nennen, weil ich kein Besitz eines Mannes sein will. Ich bin ein Mensch und habe ein Gehirn. Ich bin zur Schule gegangen. Und ich kann ohne einen Mann leben. Kann ein Mann ohne mich leben? Das würde ich bezweifeln. </p>
<p><strong>Mehr Fotos <a href="http://www.popkontext.de/index.php/2010/04/13/angelique-kidjo-am-12-4-2010-im-kesselhaus-kulturbrauerei-berlin/" target="_blank">hier</a>.</strong></p>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-2751'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(2751);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
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</div>
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		<title>Aus dem Archiv: Kevin Barnes (Of Montreal) 2008: Der kreative Prozess als Antrieb</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 11:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Kevin Barnes]]></category>
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		<category><![CDATA[Skeletal Lamping]]></category>

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		<description><![CDATA[Das nachstehende Interview habe ich mit Kevin Barnes, dem kreativen Kopf der Band Of Montreal aus Athens, Georgia, 2008 zum Erscheinen des Albums Skeletal Lamping geführt. Mehr zum heute erscheinenden Album False Priest hier. Am 10. Oktober tritt die Band zu ihrem bisher einzigen Deutschlandtermin im Admiralspalast Berlin auf. Wenn man eine Band wie euch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das nachstehende Interview habe ich mit Kevin Barnes, dem kreativen Kopf der Band Of Montreal aus Athens, Georgia, 2008 zum Erscheinen des Albums Skeletal Lamping geführt. Mehr zum heute erscheinenden Album False Priest <a href="http://www.popkontext.de/index.php/2010/06/29/3973/" target="_blank"><strong>hier</strong></a>. Am 10. Oktober tritt die Band zu ihrem bisher einzigen Deutschlandtermin im Admiralspalast Berlin auf.</em></p>
<div id="attachment_9442" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-1-600.jpg" alt="of montreal" title="of montreal (1) 600" width="600" height="400" class="size-full wp-image-9442" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Wenn man eine Band wie euch hört, würde man erstmal vom Sound her denken, ihr seid eine von den vielen interessanten neuen Bands aus Brooklyn. Aber ihr seid nicht nur schon seit über zehn Jahren dabei, sondern lebt auch noch in dem kleinen Universitätsstädtchen Athens in Georgia. Die einzige Band, die ich kenne, die da herkommt, ist R.E.M. Seid ihr da Exoten oder gibt es da auch eine Szene für Musik wie eure?</strong><br />
Es gibt ohne Ende Bands in Athens, aber niemanden, der wirklich so wie wir ist. Es gab einige Zeit ein sehr gutes Künstlerkollektiv, zu dem wir gehört haben, Elephant 6 Collective. Aber in den letzten fünf Jahren oder so waren es nur wir. Wir haben unser eigenes Ding gemacht, in unserer eigenen kleinen Blase.</p>
<p><strong>Wo bekommt ihr dann die Anregungen her, das zu tun, was ihr macht?</strong><br />
Ich weiß nicht, ob das so viel mit dem Umfeld zu tun hat. Es gibt so viele verschiedene Musikrichtungen, und ich nehme etwas von all diesen Einflüssen, um etwas zu machen, das ich interessant finde.</p>
<p><strong>Und was für Einflüsse sind das?</strong><br />
Prince, David Bowie, Ray Davis und die Beatles sind wahrscheinlich die größten Einflüsse. Dann sind da noch die Beach Boys, und HipHop, zum Beispiel Erykah Badu, Outcast und Neptunes. Ich mag auch Funk sehr gern, Curtis Mayfield und Sly and the Family Stone. Und 60s Popmusik. Das packe ich dann alles zusammen. </p>
<p><strong>Das ist der Musikteil. Of Montreal ist aber auch viel Performance. Wo kommen die Ideen dafür her?</strong><br />
[Das ist] einfach nur absurde Komödie. Das meiste ist sehr ironisch und kann manchmal auch ein bisschen bizarr sein. Aber zumeist ist es einfach Spaß, wir nehmen uns da nicht so ernst. Das hat keine tiefere Bedeutung oder Symbolismus.</p>
<div id="attachment_9448" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-28-600.jpg" rel="shadowbox[post-9424];player=img;" title="of montreal (28) 600"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-28-600.jpg" alt="of montreal " title="of montreal (28) 600" width="600" height="400" class="size-full wp-image-9448" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Aber wo kommen die Anregungen dafür her? Die Leute in New York bekommen sie durch Liveshows, die sie sehen. Schaut ihr euch Sachen auf Video an, oder im Fernsehen?</strong><br />
Nein. Das kommt einfach als unserem Kopf. Im Prinzip versuchen wir uns einfach vorzustellen, was für ein Publikum cool aussehen würde und machen das, wozu wir gerade Lust haben. Wir denken darüber nicht groß nach, ob es jetzt funktionieren wird. Man muss es einfach machen. Dann merkt man schon, was geht und was nicht.</p>
<p><strong>Als ihr angefangen habt, klang eure Musik ja ein bisschen anders. Da gab es einen relativ auffälligen Bruch, oder zumindest eine starke Veränderung hin zum Groovigeren so Mitte des Jahrzehnts. Wie kam das?</strong><br />
Ich war irgendwann ziemlich gelangweilt von diesen ganzen 60s Sachen, die Kinks, Ray Davies, die Pretty Things. Kaleidosope und vieles andere, psychedelische Popmusik. In letzter Zeit hat uns mehr Musik interessiert, die vom Beat bestimmt ist, elektronische Musik. </p>
<p><strong>Hat das Auswirkungen auf euren Erfolg gehabt? Mir persönlich ist eure Band erst nach diesen musikalischen Veränderungen aufgefallen und ich kenne die früheren Sachen gar nicht wirklich.</strong><br />
Wir sind seitdem definitiv bekannter geworden. Die einzige Erklärung, die ich dafür habe ist, dass es in der Zeit, als wir das gemacht haben, die 60s Psychedelic Music als anachronistisch und nicht in die Zeit passend aufgenommen wurde und die neuen Sachen als zeitgemäßer wahrgenommen werden, weil wir aktuell angesagte Elemente wie programmiertes Schlagzeug und andere Sachen einsetzen, die dem Ganzen eine aktuellere Produktionsqualität verleiht.</p>
<p><strong>Ist es richtig, dass du die meisten Sachen schreibst und die Band mehr für die Aufführung zuständig ist?</strong><br />
Ja, ich mache das meiste erstmal selbst, nehme ein Instrument nach dem anderen auf. Ich habe ein kleines Studio. Ich arbeite in diesen ganz winzigen Räumen, die Decke ist keine zwei Meter hoch. Aber das ist mir egal, denn wenn ich arbeite, bin ich irgendwo anders. Da ist die Umgebung völlig unwichtig. Ich habe das immer schon gemacht. In der Oberschule hatte ich einen Kassettenrecorder, wo ich immer eine Spur auf die andere gelegt habe und das ist jetzt die Fortführung. </p>
<p><strong>Wie arbeitest du dann mit der Band?</strong><br />
Wir versuchen das Album so originalgetreu wie möglich wiederzugeben, und manchmal finden wir Sachen bei den Proben, die noch besser sind als auf dem Album. Aber zumeist bleiben wir sehr nahe an dessen Arrangement und Orchestrierung. Wir arbeiten dann gemeinsam an dem theatralischen, visuellen Moment. </p>
<div id="attachment_9450" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-12-600.jpg" rel="shadowbox[post-9424];player=img;" title="of montreal (12) 600"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-12-600.jpg" alt="of montreal " title="of montreal (12) 600" width="600" height="400" class="size-full wp-image-9450" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Findest du es dann besser, jetzt, 2008, Musiker zu sein oder wären die 60er lieber, wo alles noch einfacher und die Pfade unbetretener waren?</strong><br />
Ich lebe ganz klar lieber jetzt. Das besondere an den 60ern, und das kann man leicht romantisieren, ist, dass so viele tolle Sachen in dieser Zeit entstanden sind. Aber ich versuche daran zu denken, dass in 30 Jahren vielleicht 2008 als die großartige Epoche betrachtet werden. Die Leute schauen dann vielleicht zurück und denken, was für eine tolle Periode war das. Und ich glaube das, denn es gibt im Moment viel tolle Musik. </p>
<p><strong>Vor ein paar Jahren hast du mal gesagt, die aktuelle Popmusik wäre zu nett und zu glatt. In letzter Zeit sehe ich aber eine Menge interessante neue Bands, eine neue Qualität – geht dir das auch so?</strong><br />
Ja, da stimme ich völlig zu. Eine Menge Leute scheinen Musik der Kunst wegen zu machen und sind nicht von Verkaufszahlen motiviert, sondern durch den Wunsch, etwas auf einem bestimmten Level Interessantes, Provokatives oder Originelles und Außergewöhnliches zu schaffen. Und das ist ganz bestimmt auch unsere Motivation. </p>
<p><strong>Meinst du, sie sind in dem Versuch auch erfolgreich?</strong><br />
Auf jeden Fall. Viele Leute benutzen die aktuelle Technologie auf wunderbare Weise. Das ist aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit, Musik zu entwickeln, die Technologie, die jetzt da ist und die vor zehn Jahren noch niemand hatte auch zu nutzen. Früher mochte ich aktuelle Sachen nicht und wollte sie nicht hören. Aber ich habe dann erkannt, dass das dämlich ist und ich mich selbst einschränke.jetzt finde ich das sehr spannend und will die Platte machen, die die Richtung ändern, in die sich die Musik entwickelt, ein bahnbrechendes Album, das sehr vorwärtsgewandt, aufregend und neu klingt. </p>
<p><strong>Welche Bands gefallen dir im Moment?</strong><br />
Ich finde MGMT ganz toll, Deerhoof, Animal Collective, Fiery Furnaces, Caribou, Gang Gang Dance, Health – da gibt es so viele Bands (lacht).</p>
<p><strong>Für das letzte Album <em>Hissing Fauna</em> hast du diese Figur George Fruit entwickelt, die jetzt auf <em>Skeletal Lamping</em> weiter entwickelt wird. Kannst du mehr dazu erzählen?</strong><br />
Das war vor allem ein Werkzeug für das Songwriting. Vielleicht hatte ich unbewusst genug davon, diese ganzen offen persönlichen Songs zu schreiben, Ich hatte Skeletal Lamping nicht von Anfang an so geplant, es ist einfach natürlich so geworden, aber das war die einzige stetige Sache, dass ich die Dinge habe passieren lassen, die in mir eine Stimme brauchten. […] ist anders als Skeletal Lamping, hoffe ich. Das ist immer mein Ziel, ihm immer eine andere Persönlichkeit zu verleihen. </p>
<p><strong>Dein George Fruit ist sexuell sehr provokant und spielt auch mit Geschlechterrollen. Die erste Figur in der Art im modernen Pop war wahrscheinlich Bowies Ziggy Stardust und mit dem wird immer alles verglichen werden. Was ist der Unterschied zwischen ihm und George Fruit?</strong><br />
Das ist unser eigenes Ding. David Bowie hatte damals, 1972 oder so, nicht so viel unterschiedliche Musik, die er hören konnte, die ihn beeinflusst hat. Und wir sind sicher von Ziggy Stardust und allem, was David Bowie seitdem gemacht hat beeinflusst, aber auch  noch tausenden anderen Platten, die zwischen 1972 und 2008 entstanden sind. Das ist wahrscheinlich genau der unterschied: Es verändert sich langsam über die Zeit und wir wollten nie einfach einen David Bowie Abklatsch machen. Wir nehmen ein bisschen von David Bowie, ein bisschen von Sly Stone, ein bisschen von Duran Duran oder Prince und mischen alles zusammen. </p>
<p><strong>Was findest du reizvoll daran, mit Geschlechterrollen zu spielen?</strong><br />
Ich denke, dass sich viele Leute sehr eng definieren. Ich versuche, die weibliche und die männliche Seite in mir zuzulassen und nichts zurückzuhalten. Und ich versuche, durch meine Musik und unsere Shows, diese Haltung zur Sexualität zu fördern. Wenn Leute mich fragen, ob ich eigentlich schwul oder hetero oder bi bin, sage ich, das hängt vom Moment ab, ich kann alles sein, jeder kann alles sein, wenn wir offen genug sind und das zulassen.  </p>
<div id="attachment_9446" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-3-600.jpg" alt="of montreal " title="of montreal (3) 600" width="600" height="400" class="size-full wp-image-9446" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Du spielst auch mit Ethizität – deine George Fruit Figur ist schwarz. Wie kommt das?</strong><br />
Ich habe mich sehr für Soul interessiert und es gibt so viele merkwürdige Thesen darüber, was Weiße oder Schwarze für Musik machen. Die sind wirklich lächerlich, einschränkend und unnötig. In meinem Kopf dachte ich, wenn ich mich so verhalte und solche Songs schreibe, dann ist es vielleicht authentischer, wenn es eine schwarze Person ist, die das macht, also musste es eine schwarze Figur sein.</p>
<p><strong>Hast du diesen Artikel von <a href="http://www.newyorker.com/arts/critics/musical/2007/10/22/071022crmu_music_frerejones" arget="_blank">Sasha Frere Jones im New Yorker</a> gelesen, wo er darüber schrieb, dass es keine schwarze Musik mehr in der Indie-Musik gäbe. Der wird ja derzeit heiß diskutiert.</strong><br />
Ja, und ich glaube, er hat absolut unrecht. Die verfolgen Musik nicht genau genug um zu hören, dass es eine Menge Bands gibt, die dieser Aussage nicht entsprechen. </p>
<p><strong>Manchmal ist es aber schon so, dass Leute, die ihre musikalischen Vorbilder benennen sollen nur Weiße aufzählen. Oder wenn sie bewusst Schwarze nennen, wirkt es gezwungen und passt nicht. </strong><br />
Naja, man identifiziert sich mit bestimmter Musik und es ist egal, was für eine Hautfarbe die Musiker haben. Vielleicht können sich manche Menschen sozial nicht mit bestimmten Songs identifizieren, die direkt aus einer schwarzen Perspektive kommen. Aber mit ein bisschen Vorstellungskraft und Lebenserfahrung kann man sich mit allem identifizieren, jeder Form der Wahrnehmung und Realität. </p>
<p><strong>Und kennst du <a href="http://stuffwhitepeoplelike.com/" target="_blank"><em>Stuff White People Like</em></a>?</strong><br />
Ja, klar. Das ist sehr lustig und trifft es ziemlich genau (lacht). </p>
<p><strong>Ich habe das gerade erst entdeckt und war erstmal ein wenig verwundert und habe mich gefragt, worauf das hinauslaufen soll.</strong><br />
Ich finde es witzig, weil soviel auf meine weißen Freunde zutrifft, was er schreibt. Es geht einfach um den Spaß und soll nicht polarisieren. Deine Hautfarbe ist reiner Zufall. Das Leben ist zu flüchtig und es ist lächerlich, sich durch die eigene Hautfarbe leiten zu lassen. Sie sollte einem nicht das Selbstkonzept vorschreiben. Wenn ich jetzt schwarz geboren wäre, aber mit dem selben Geist, wäre meine Hautfarbe völlig irrelevant.  Natürlich macht man dann Erfahrungen aufgrund seiner Hautfarbe, abhängig davon, wo man lebt. Manchmal ist es dann von Vorteil, schwarz zu sein, und manchmal nachteilig. Das gleiche, wenn man weiß ist – abhängig vom Szenario. Aber eigentlich denke ich über sowas gar nicht nach. </p>
<p><strong>In einer sehr netten Review zum neuen Album stand, dass man eure Band entweder mag oder nicht mag. Und wenn man euch mag, würde einem auch das neue Album gefallen. Allerdings könnte es sein, dass man etwas peinlich berührt sei, wenn man die Songs auf einer Party hört. Warum thematisierst du Sexualität so gern direkt und provokativ?</strong><br />
Ich musste es einfach, ich kann nicht sagen warum und habe darüber nicht weiter nachgedacht. Es ist so passiert, mir war danach, über Sex zu singen, und da habe ich es gemacht (schmunzelt). </p>
<div id="attachment_9444" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/of-montreal-30-600.jpg" alt="of montreal " title="of montreal (30) 600" width="600" height="406" class="size-full wp-image-9444" /><p class="wp-caption-text">Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p><strong>Man könnte ja auch annehmen, du singst über Sex, weil das mehr Leute anzieht, die dann zu den Shows kommen. </strong><br />
Also ich glaube nicht, das es der einzige Grund ist, dass sie zu einer Of Montreal Show kommen, weil ich über Sex singe, sondern weil sie ausgelassen, spielerisch und dynamisch ist. Emotional und intellektuell kann sie nicht nur in eine Ecke einsortiert werden. Ich glaube, dass Menschen, die kreative Musik schätzen Of Montreal mögen werden.</p>
<p><strong>Vor zwei Jahren hast du diese Werbung für <a href="http://www.youtube.com/v/0Mvm6KfJDE0" rel="shadowbox[post-9424];player=swf;width=640;height=385;">Outback </a>gemacht. Da bist du ja von vielen Leuten drauf angesprochen worden. Was war das genau?</strong><br />
Ich war damals pleite und ich habe eine Tochter. Sie war damals ein Jahr alt. Und da kam diese Werbeagentur und fragte, ob sie diese eine Melodielinie verwenden könnten. Wir geben dir das Geld nur für die Melodielinie. Damals war ich nicht in der Position Nein zu sagen. Sie haben es auch nicht ganz richtig dargestellt und sagten, sie würden es wahrscheinlich nur für einen Radiojingle verwenden, ganz klein. Es stellte sich dann heraus, dass es für die größte Fernsehwerbungskampagne war, die sie je gemacht haben.</p>
<p>Das ganze war gut und schlecht. Ich habe eine ganze Menge Geld bekommen, und als die Leute anfingen, mich des Ausverkaufs zu bezichtigen war ich motiviert zu zeigen, dass das nicht der Fall war. Also habe ich dadurch einen guten Arschtritt bekommen, etwas Kreatives zu schaffen. Ich habe es als Positives benutzt anstatt in Panik zu verfallen und mich runter ziehen zu lassen. </p>
<p><strong>Nun ja, Künstler mussten immer auch ökonomischen Aspekten Tribut zollen. Eine Gesellschaft, in der der Künstler nur für die Kunst leben kann gab es noch nicht. Oder glaubst du, dass das irgendwie funktionieren kann?</strong><br />
Das ist die fundamentale Quelle der Inspiration, etwas zu schaffen, dass du aufregend findest und was dich erfüllt. Wenn man es dann gemacht hat, fragt man sich, wie kann ich das nochmal machen? Wie schaffe ich das? Ich werde es verkaufen, in der Hoffnung, dass das Geld, was aus diesem Projekt kommt in das nächste fließen kann. Die meisten Leute wollen genau das machen, besonders wenn ihre Musik wirklich kreativ und interessant ist. Wir haben Glück [dass es funktioniert]. Ich kann nicht beurteilen, wie kreativ und interessant jetzt unsere Musik ist, aber ich finde es erfüllend, sie zu machen. Ich habe gemerkt, dass die Erfüllung, die man im kreativen Prozess erfährt der Grund ist, warum ich es mache, nicht die Anzahl de verkauften Platten oder dass Leute sagen, dass sie die Songs toll finden. Sondern weil ich es gern mache. Sehr gern. Ich muss es machen. </p>
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</div>
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		<title>Somnanbule &#8211; erstes Internationales Caligari-Festival</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Brotfabrik Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Cabinet des Dr. Caligar]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch bis zum 19. September zeigt die Berliner Brotfabrik im Rahmen des ersten Medien- und Kunstfestivals Somnambule einen Klassiker des Stummfilms und seine Rezeption bis heute. Im Mittelpunkt steht das expressionistische Meisterwerk Das Cabinet des Dr. Caligari von 1920, in dem der titelgebende Bösewicht Schalfwandler/innen &#8211; Somnambule &#8211; für seine gemeinen Taten benutzt. Als das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch bis zum 19. September zeigt die Berliner <a href="http://www.brotfabrik-berlin.de/" target="_blank">Brotfabrik</a> im Rahmen des ersten Medien- und Kunstfestivals <em>Somnambule</em> einen Klassiker des Stummfilms und seine Rezeption bis heute. Im Mittelpunkt steht das expressionistische Meisterwerk <em>Das Cabinet des Dr. Caligari</em> von 1920, in dem der titelgebende Bösewicht Schalfwandler/innen &#8211; Somnambule &#8211; für seine gemeinen Taten benutzt. Als das Kino Delphi am heutigen Caligariplatz in Berlin Weißensee 1929 eröffnete, ging die Stummfilmära bereits ihrem Ende entgegen. Vor acht Jahren setzten sich die Betreiber/innen des nahegelegenen Kunst- und Kulturzentrums Brotfabrik für die Umbenennung des Platzes ein, um an die letzte Blütezeit des Stummfilms in Berlin zu erinnern.<br />
<span id="more-9393"></span></p>
<div id="attachment_9395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 511px"><a href="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/SOMNAMBULE_LOGO.jpg" rel="shadowbox[post-9393];player=img;" title="SOMNAMBULE_LOGO"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/SOMNAMBULE_LOGO.jpg" alt="SOMNAMBULE_LOGO" title="SOMNAMBULE_LOGO" width="501" height="600" class="size-full wp-image-9395" /></a><p class="wp-caption-text">Logo</p></div>
<p>In dem zehntägigen Festival dreht sich nun alles um den kulturell enorm einflussreichen Film des deutschen Regisseurs Robert Wiene. Es werden Filme aus mehreren Jahrzehnten gezeigt, die von auf verschiedenste Weise in Idee, Handlung oder / und Ästhetik von <em>Caligari </em>beeinflußt wurden, es gibt neue Livevertonungen und Theaterstücke. Das genaue <strong>Programm ist <a href="http://somnambule.brotfabrik.com/programm.html" target="_blank">hier zu finden</a>.</strong> Zudem gibt es bei <a href="http://reboot.fm/2010/09/09/rebootfm-on-radio-einheit-991-fm/" target="_blank">Reboot.fm</a> Sondersendungen zum Festival.</p>
<div id="attachment_9404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 288px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/CABINETOFDRCALIGARI-poster-wikipedia.jpg" alt="CABINET OF DR CALIGARI poster wikipedia" title="CABINET OF DR CALIGARI poster wikipedia" width="278" height="599" class="size-full wp-image-9404" /><p class="wp-caption-text">Filmposter aus den USA von 1921</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9393'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9393);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
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</div>
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		<title>All Together Now Camp &#8211; Gutes Programm und Imageprobleme</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 13:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[alltogethernow]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Music Week]]></category>
		<category><![CDATA[Edgar Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Free Music Archive]]></category>
		<category><![CDATA[Soundcloud]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Renner]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berlin Music Week wird ziemlich an mir vorbeigehen, weil ich andere Dinge zu tun habe, eine extreme Unlust verspürt habe, um Akkreditierungen zu betteln und sie medial sowieso mehr als gut abgedeckt ist. Aber ein bißchen wollte ich mir doch anschauen und habe auf der a2n-Camp vorbeigeschaut. Zumal ich es sehr zwiespältig fand, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berlin Music Week wird ziemlich an mir vorbeigehen, weil ich andere Dinge zu tun habe, eine extreme Unlust verspürt habe, um Akkreditierungen zu betteln und sie medial sowieso mehr als gut abgedeckt ist. Aber ein bißchen wollte ich mir doch anschauen und habe auf der a2n-Camp vorbeigeschaut. Zumal ich es sehr zwiespältig fand, wie sich die im letzten Jahr kurzfristig entstandene Alternativveranstalltung zur Popkomm im Vorfeld vermarktet hat. Viel gesprochen wurde von &#8220;anders&#8221;, &#8220;neu&#8221; und &#8220;alternativ&#8221;, andererseits waren die Gesichter der Ideenmesse die gleichen älteren Herren, die mich auch bei der Popkomm eher vergraulen, mir das Gefühl geben, dass es nicht meins ist.</p>
<div id="attachment_9258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/renner-berger-a2n-web.jpg" alt="renner berger a2n" title="renner berger a2n web" width="640" height="431" class="size-full wp-image-9258" /><p class="wp-caption-text">Tim Renner (Motor.fm) / Edgar Berger (Sony) / Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p>Dabei war das Programm nur schlecht vermarktet, und ansonsten recht interessant und vielseitig. So habe ich das Vergnügen gehabt, zwei von mir sehr geschätzte, innovative Projekte und ihre Macher kennen zu lernen, <a href="http://soundcloud.com/" target="_blank">Soundcloud </a>und das <a href="http://freemusicarchive.org/" target="_blank">Free Music Archive</a> (zu beiden bald mehr auf Popkontext). Selbst ein Gespräch von Tim Renner mit Sony-Chef Edgar Berger war interessant, nur um mal zu sehen, dass bei den Major-Bürokraten &#8211; Berger ist von Haus aus Maschinenbauingenieur und Wirtschaftswissenschaftler &#8211; noch immer absolutes Unverständnis dafür herrscht, wie das Netz funktioniert. Schöner Kracher zum Beispiel: Berger hat bei der Vorstellung einer günstigen monatlichen Flatrate to keep fast hyperventiliert. Da könnten sich ja die Leute in sechs Monaten sämtliche produzierte Musik herunterladen und dann das Abo beenden! Allein diese Idee zeigt, dass der Mann in der Beziehung Null Ahnung hat: Die Zahl der Leute, die das tatsächlich machen würden, ist zu vernachlässigen &#8211; die meisten würden vielleicht erstmal viel runterladen, aber nie systematisch alles, und bei einem akzeptablen Preis dabei bleiben und so neue &#8211; und neue alte &#8211; Sachen entdecken und kaufen. Renner meinte auch nur, runterladen tun sie ja jetzt schon, nur verdient ihr nichts daran.</p>
<div id="attachment_9270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/dave-haynes-soundcloud-web.jpg" alt="Stereo Total - Tour De France" title="dave haynes soundcloud web" width="600" height="391" class="size-full wp-image-9270" /><p class="wp-caption-text">Dave Haynes (Soundcloud VP Business Development London, rechts) und Berliner Soundcloud-Mitarbeiter / Foto: Barbara Mürdter</p></div>
<p>Leider ist Identity Politics offenbar an den Macher/innen völlig vorbei gegangen: Auch das Publikum war vorrangig männlich, weil das Image der Veranstaltung für Frauen etwa so ansprechend war wie die Piratenpartei, mir sind zudem ganze zwei nichtweiße Menschen über den Weg gelaufen, und das in so einer internationalen Stadt wie Berlin. Die ausländischen Gäste und Redner waren (fast?) ausschließlich englischer oder US-amerikanischer Provinienz &#8211; da war die Popkomm vor zwei Jahren <em>deutlich </em>internationaler, zumindest was die Stände anging. Das und das Durchsschnittsalter der wortführenden Herren &#8211; möglichst noch im Anzug &#8211; passt nicht zu einem alternativen Image. Als ich mir dann das Abendprogramm anschauen wollte, ein ganz toller Act aus dem Kaffee Burger, musste ich nach kurzer Zeit fliehen: eine Handvoll, ähm, älterer Herren vom Typ Bluesfreund auf der Bühne erzählte Rockgeschichte anhand von Chuck Berry und Keith Richards und spielte countryeske Rockmusik dazu. Später soll wohl noch kurz eine (sehr) junge Frau dazu gekommen sein. Irgendwer meinte, es muss ironsich gemeint gewesen sein, vielleicht habe ich ja was verpasst?</p>
<p>Andererseits entstand bei mir nach mehreren Gesprächen mit Macher/innen der Eindruck, dass die Alltogethernow von den anderen an der Berlin Music Week Beteiligten ziemlich wie das häßliche Stiefkind behandelt wird, einerseits potentielle Konkurrenz (von wegen <a href="http://www.popkontext.de/index.php/2010/05/03/%E2%80%9Egemeinsamkeit-ist-plotzlich-trend%E2%80%9C-berlin-music-week-6-12-september-2010/" target="_blank">Gemeinsamkeit ist plötzlich Trend</a>), andererseits als nicht ganz ernst zu nehmend. So konnten wohl z.B. viele a2n-Mitarbeiter/innen und Speaker keine Karte für das Tempelhof-Gelände bekommen, auf dem der zweite Teil der a2n, der Kongress stattfand / stattfindet. In so einem Fall hilft es aber nicht, sich anzudienen und zu versuchen die Popkomm nachzuäffen, in dem man sich abgewrackte Prominenz wie Gorny an Land holt, um vermeintlich wichtig wichtig zu wirken. Ein Berger hat gereicht, um das alte, etablierte Denken vorzuführen. Aus meiner Sicht hat die a2n nur eine Chance, wenn sie es schafft, nicht nur neue, innovative Projekte im Programm zu haben, sondern das auch nach Außen zu kommunizieren über ein selbstbewußtes, wirklich frisches Image, in dem auch Frauen, Jüngere und Menschen aus der kulturell vielfältigen Szene Berlins und darüber hinaus vorkommen (und auch was zu sagen haben). Mit einem souveräneren, reflektierteren und eigenständigeren Image hat die Veranstaltung eine Chance, sich als Alternative auf Augenhöhe zu präsentieren und zu etablieren. Dieses Jahr war der erste Test &#8211; ich bin auf das nächste gespannt.</p>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9257'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9257);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9257);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
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		<title>Video: Trentemøller: &#8230; Even Though You&#8217;re With Another Girl</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 10:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das gute Video]]></category>
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		<category><![CDATA[... Even Though You're With Another Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Into the Great Wide Yonder]]></category>
		<category><![CDATA[Trentemøller]]></category>

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		<description><![CDATA[Director: Adam Hashemi Vocals: Josephine Phillip vom aktuellen Album &#8220;Into the Great Wide Yonder&#8221; Gut! Doch nicht gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rVWh1k4DCXg?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/rVWh1k4DCXg?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Director: Adam Hashemi<br />
Vocals: Josephine Phillip<br />
vom aktuellen Album &#8220;Into the Great Wide Yonder&#8221;<br />
<span id="more-9342"></span></p>
<div id="attachment_9345" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/trentmoller1.jpg" alt="trentmoller" title="trentmoller" width="600" height="281" class="size-full wp-image-9345" /><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<div id="attachment_9349" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/trentmoller-into-the-great-wide-yonder-cover.jpg" alt="trentmoller into the great wide yonder cover" title="trentmoller into the great wide yonder cover" width="600" height="540" class="size-full wp-image-9349" /><p class="wp-caption-text">Cover</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9342'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9342);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9342);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Legendärer New Yorker Hip Hop Plattenladen Fat Beats hat geschlossen</title>
		<link>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/08/legendarer-new-yorker-hip-hop-plattenladen-fat-beats-hat-geschlossen/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 18:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Asides]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fat Beats Record Store]]></category>
		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Plattenladen]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie The Atlantic berichtet, hat in der letzten Woche der legendäre New Yorker HipHop-Plattenladen Fat Beats geschlossen. Die Eigentümer konnten die Miete des in Manhatten gelegenen Ladens nicht mehr zahlen. Durch eine strenge Politik der Unabhängigkeit sowohl im Sound als auch der Ladenphilosophie sei der Umsatz nicht entsprechend ausgefallen, so Atlantic-Autor Hua Hsu. Was den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie The Atlantic <a href="http://www.theatlantic.com/culture/archive/2010/09/the-passing-of-a-record-store/62488/" target="_blank">berichtet</a>, hat in der letzten Woche der legendäre New Yorker HipHop-Plattenladen <a href="http://nymag.com/listings/stores/fat_beats/">Fat Beats</a> geschlossen. Die Eigentümer konnten die Miete des in Manhatten gelegenen Ladens nicht mehr zahlen. Durch eine strenge Politik der Unabhängigkeit sowohl im Sound als auch der Ladenphilosophie sei der Umsatz nicht entsprechend ausgefallen, so Atlantic-Autor Hua Hsu.<br />
<span id="more-9298"></span></p>
<div id="attachment_9322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 520px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/fat-beats-logo.jpg" alt="fat beats logo" title="fat beats logo" width="510" height="250" class="size-full wp-image-9322" /><p class="wp-caption-text">Fat Beats Logo</p></div>
<p>Was den Laden charmant und besonders machte, wurde ihm offenbar zum Verhängnis: Die DJs &#8211; oft selber keine Unbekannten &#8211; hinter dem Ladentisch hatten sehr starke Meinungen zu den einzelnen Platten und waren auch nicht notgedrungen immer freundlich. Das Publikum, dass so eine Philosophie schätzte, sei inzwischen gealtert und hat Fat Beats zwar kultisch verehrt, aber kaum noch betreten. Zudem hätte es Veränderungen im Hip Hop gegeben, die auch zur Schließung der um die Jahrtausendwende führenden HipHop Online-Stores Sandbox und HipHopSite geführt hätten. Unter anderem sei durch Stars wie Kanye West (Chicago) die Dominanz New Yorks in dem Genre gebrochen worden. Weiterhin gäbe es auch für HipHop inzwischen einen größeren Markt im digitalen Bereich mit günstigeren Vertriebswegen. Dieser hatte sich u.a. entwickelt, weil man gar nicht so leicht an das Vinyl kam.</p>
<p>Der Fat Beats Store wurde 1994 gegründet. Er lag in der Nähe der 6th Avenue in Greenwhich Village über einen Bagel-Laden. Hier trafen sich DJs, Rapper und andere Künstler, Promoter, Journalisten und Fans, was zu einem reizvollen und regen Austausch führte, der den Laden berühmt machte. Zudem traten lokale und durchreisende Hip Hop Acts zu Shwocases auf, Stars wie junge Talente. Letztere versuchten auch im Eingangsbereich, ihre Tapes an die Kunschaft zu bringen. Zu seinen besten Zeiten hatte er Ableger in Amsterdam, Atlanta, Tokio und Los Angeles. Am 4. September gab es die letzte Show zum Abschied. Die Filiale in Los Angeles schließt am 17. September. Als <a href="https://fatbeats.com/catalog/" target="_blank">Online Store </a>wird es Fat Beats weiter geben, ebenso als Vertrieb und als Label.</p>
<p><em>Legendary New York record store Fat Beats closed. Read more about it in English <a href="http://www.theatlantic.com/culture/archive/2010/09/the-passing-of-a-record-store/62488/" target="_blank">here</a> and <a href="http://latimesblogs.latimes.com/music_blog/2010/08/fat-beats-set-to-close-its-remaining-new-york-and-los-angeles-locations.html" target="_blank">here</a>. <a href="http://www.epok84.com/thecafeterialine/?p=699" target="_blank">Here </a>are some fond memories of a local LA rapper.</em></p>
<p>Bildergalerie aus dem Laden / Picture gallery of the shop at <a href="http://nymag.com/listings/stores/fat_beats/" target="_blank">New York Mag</a>.</p>
<p><object width="640" height="505"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zYgxwpI7zcY?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/zYgxwpI7zcY?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="505"></embed></object></p>
<p><object width="640" height="505"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pm30LXs2DNc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/pm30LXs2DNc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="505"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Video: Barbara Panther &#8211; Empire</title>
		<link>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/08/video-barbara-panther-empire/</link>
		<comments>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/08/video-barbara-panther-empire/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 15:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das gute Video]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Panther]]></category>
		<category><![CDATA[Empire]]></category>

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		<description><![CDATA[Directed by Woof Wan-Bau www.cityslang.com www.facebook.com/barbarapanther Barbara Panther live auf dem Berlin Festival. Gut! Doch nicht gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Tk0P-rYb7W4?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Tk0P-rYb7W4?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br />
<span id="more-9289"></span></p>
<p>Directed by Woof Wan-Bau</p>
<p>www.cityslang.com<br />
www.facebook.com/barbarapanther</p>
<p><a href="http://www.popkontext.de/index.php/2010/07/23/erste-tracks-von-barbara-panthers-debut-zum-horen/" target="_blank">Barbara Panther</a> live auf dem <a href="http://www.popkontext.de/index.php/2010/08/02/endgultiges-line-up-des-berlin-festival-steht-fest/" target="_blank">Berlin Festival</a>. </p>
<div id="attachment_9294" class="wp-caption aligncenter" style="width: 487px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/barbara-panther1.jpg" alt="barbara panther" title="barbara panther" width="477" height="280" class="size-full wp-image-9294" /><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9289'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9289);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9289);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Video: Stereo Total &#8211; Tour De France</title>
		<link>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/07/video-stereo-total-tour-de-france/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 21:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das gute Video]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Stereo Total]]></category>
		<category><![CDATA[Tour De France]]></category>

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		<description><![CDATA[Song im Rahmen eines Interviews beim US-amerikanischen Music Fashion Magazine. Video recorded during an interview session for US Music Fashion Magazine. Gut! Doch nicht gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CrbiDhIkS6k?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/CrbiDhIkS6k?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Song im Rahmen eines Interviews beim US-amerikanischen <a href="http://www.musicfashionmagazine.com/" target="_blank">Music Fashion Magazine</a>. Video recorded during an interview session for US <a href="http://www.musicfashionmagazine.com/" target="_blank">Music Fashion Magazine</a>.<br />
<span id="more-9261"></span></p>
<div id="attachment_9262" class="wp-caption aligncenter" style="width: 582px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/stereo-total.jpg" alt="stereo total" title="stereo total" width="572" height="346" class="size-full wp-image-9262" /><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<div id="attachment_9266" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/stereo-total-ouh.jpg" alt="stereo total baby ouh" title="stereo total baby ouh" width="600" height="600" class="size-full wp-image-9266" /><p class="wp-caption-text">Cover</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9261'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9261);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9261);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
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		<title>Jonathan Richman &#8211; I Was Dancing In The Lesbian Bar</title>
		<link>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/07/jonathan-richman-i-was-dancing-in-the-lesbian-bar/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 20:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das gute Video]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[I Was Dancing In The Lesbian Bar]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Richman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.popkontext.de/?p=9253</guid>
		<description><![CDATA[Abteilung All Time Favourites. Gut! Doch nicht gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XjFU98mEem4?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/XjFU98mEem4?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Abteilung All Time Favourites.<br />
<span id="more-9253"></span></p>
<div id="attachment_9255" class="wp-caption aligncenter" style="width: 594px"><a href="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/jonathan-richman.jpg" rel="shadowbox[post-9253];player=img;" title="jonathan richman"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/jonathan-richman.jpg" alt="jonathan richman" title="jonathan richman" width="584" height="319" class="size-full wp-image-9255" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9253'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9253);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9253);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Video: Sonny Rollins &#8211; St. Thomas</title>
		<link>http://www.popkontext.de/index.php/2010/09/07/video-sonny-rollins-st-thomas/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 10:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Muerdter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das gute Video]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[80. Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Sonny Rollins]]></category>

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		<description><![CDATA[Happy 80th Birthday Sonny Rollins! Gut! Doch nicht gut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/v4DTR0I7xhA?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/v4DTR0I7xhA?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>Happy 80th Birthday Sonny Rollins!<br />
<span id="more-9248"></span></p>
<div id="attachment_9250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/uploads/2010/09/sonny-rollins.jpg" alt="sonny rollins" title="sonny rollins" width="480" height="316" class="size-full wp-image-9250" /><p class="wp-caption-text">Screenshot</p></div>
<div class='wp_likes' id='wp_likes_post-9248'><a class='like' href="javascript:wp_likes.like(9248);" title='' ><img src="http://www.popkontext.de/wp-content/plugins/wp-likes/images/like.png" alt='' border='0'/>Gut!</a><span class='text'></span>
<div class='unlike'><a href="javascript:wp_likes.unlike(9248);">Doch nicht gut.</a></div>
</div>
]]></content:encoded>
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